ZENPOSAN BENDOJI
ZenDojo Bern
 

 

 

Wenn immer man es einrichten kann, ist es am Besten, wenn man am ganzen Sesshin teilnimmt. Sehr gut ist auch, wenn man während dieser Zeit versucht im Dojo zu schlafen. Ein Schlafsack ist mitzubringen. Es ist auch möglich nur teilweise an diesem Sesshin teilzunehmen. Wir werden dieses Sesshin schweigend abhalten, mit möglichst wenig Blickkontakt.

Bitte teilt mit, wenn ihr am Sesshin teilnehmt, damit der Tenzo ungefähr weiß, wie viel er kochen muß.
Man kann sich im Dojo auf einer Liste eintragen oder ein e-mail schreiben an info@sotozen.ch. Telefonisch ist es möglich mich unter der Nummer 031 302 06 92 im Dojo oder 079 4360 499 unterwegs zu erreichen. 

Die Teilnahme kostet 50.- SFr pro Tag.

 

Würde jemand behaupten, der Tathagata habe höchsten, vollkommen erwachten Geist erlangt, so irrte er, denn es gibt keinen höchsten, vollkommen erwachten Geist, der zu erlangen wäre. Subhuti, der höchste, vollkommen erwachte Geist, den der Tathagata erlangt hat, ist weder erfassbar noch nicht erfassbar.

In welchem Geist ist diese Erklärung zu geben? Ohne sich in Zeichen zu verstricken, gemäß den Dingen, so wie sie sind, und ohne Aufgeregtheit. Warum? Alle zusammengesetzten Dinge sind wie ein Traum,
ein Phantom, ein Tautropfen, ein Blitz.
So meditiert man über sie,
so betrachtet man sie.

Buddha fragte: „Was denkst du, Subhuti, gibt es irgendein Dharma, das der Tathagata lehrt?" Subhuti erwiderte: „Der Tathagata hat nichts zu lehren, Weltverehrter."

Drei Tage Sesshin

Zeit

erster Tag

06.00 – 07.45

Zazen

07.45 – 09.00

Shojiki / Samu / Pause

09.00 – 11.00

Zazen

11.00 - 13.00

Chujiki / Samu / Pause

13.00 – 15.00

Zazen

15.00 - 15.30

Pause

15.30 – 17.30

Zazen

17.30 – 19.30

Yakuseki / Samu / Pause

19.30. – 21.00

Zazen

22.00

Shoto / Schlafen

 

 

 

 

 

 

 

Zeit

zweiter Tag

04:00 

Shinrei / Aufstehen

04.30 – 06.30

Zazen

06.30 – 08.00

Shojiki / Samu / Pause

08.00 – 10.00

Zazen

10.00 – 10.30

Pause

10.30 – 12.30

Zazen

12.30  - 14.30

Chujiki / Samu / Pause

14.30 – 16.30

Zazen

16.30 – 17.00

Pause

17.00 – 19.00

Zazen

19.00 – 20.15

Yakuseki / Samu / Pause

20.15 – 21.00

Zazen

22.00

Shoto

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zeit

dritter Tag

04:00 

Shinrei / Aufstehen

04.30 – 06.30

Zazen

06.30 – 08.00

Shojiki / Samu / Pause

08.00 –10.00

Zazen

10.00 – 10.30

Pause

10.30 – 12.30

Zazen

12.30  - 14.30

Chujiki / Samu / Pause

14.30 – 16.30

Zazen

16.30 – 17.00

Samu

 

 

 

 

 

 

 

Das Vajracchedika Prajnaparamita Sutra - Aus dem Diamant Sutra nach Thich Nhat Hanh

Wenn, Subhuti, ein Bodhisattva an der Vorstellung festhält, dass ein Selbst, eine Person, ein Lebewesen oder eine Lebensspanne existiere, dann ist er kein echter Bodhisattva.

Wo es etwas gibt, das durch Zeichen unterscheidbar ist, da gibt es Täuschung. Wenn du die zeichenlose Natur der Zeichen sehen kannst, dann kannst du den Tathagata sehen.

Wenn du der Vorstellung von einem Dharma verhaftet bist, dann bist du auch der Vorstellung von einem Selbst, einer Person, einem Lebewesen und einer Lebensspanne verhaftet. Bist du in die Vorstellung verstrickt, dass es keine Dharmas gebe, dann bist du noch immer in der Vorstellung von einem Selbst, einer Person, einem Lebewesen und einer Lebensspanne gefangen. Darum dürfen wir uns den Dharmas nicht verhaften, noch der Vorstellung, dass Dharmas nicht existierten. Das ist die verborgene Bedeutung dessen, wenn der Tathagata sagt: ’Bhikkhus, ihr müsst wissen, dass alle Lehren, die ich euch gebe, ein Floß sind.’ Alle Lehren müssen aufgegeben werden, ganz zu schweigen von den Nicht-Lehren.

Die Lehren, die der Tathagata verwirklicht hat und von denen er spricht, können nicht als unabhängig und eigenständig existierend gedacht werden und können daher auch nicht beschrieben werden. Die Lehre des Tathagata ist weder selbst-existent noch nicht selbst-existent. Warum? Weil die edlen Lehrer sich von anderen nur hinsichtlich des Nicht-Bedingten unterscheiden.

Man tritt in keinen Strom ein, der Form ist, noch in einen, der Klang, Geruch, Geschmack, Berührbares oder Objekt des Geistes ist.

Einmal-Wiederkehr bedeutet gehen und noch einmal wiederkehren; aber in Wirklichkeit gibt es kein Gehen, genauso wie es kein Wiederkehren gibt.

In alten Zeiten, als der Tathagata unter dem Buddha Dipankara übte, da erlangte er nichts.

Die Vorstellung von einem Selbst ist keine Vorstellung, und die Vorstellungen von einer Person, einem Lebewesen und einer Lebensspanne sind ebenfalls keine Vorstellungen. Warum? Buddhas werden Buddhas genannt, weil sie frei von Vorstellungen sind.

Der Tathagata hat erklärt, dass alle Vorstellungen Nicht-Vorstellungen sind und alle Lebewesen Nicht-Lebewesen.

Subhuti, du musst wissen, dass die Bedeutung dieses Sutras jenseits von Gedanken und Worten liegt. Und ebenso liegt die Frucht, hervorgebracht durch das Annehmen und Praktizieren dieses Sutras, jenseits von Gedanken und Worten.

 

Darüber hinaus, Subhuti, ist dieser Geist überall gleich. Weil er weder hoch noch niedrig ist, heißt er der höchste, vollkommen erwachte Geist. Die Frucht des höchsten, vollkommen erwachten Geistes wird durch die Übung aller heilsamen Handlungen verwirklicht im Geiste von Nicht-Selbst, Nicht-Person, Nicht-Lebewesen und Nicht-Lebensspanne. Subhuti, das, was heilsame Handlungen genannt werden, sind in Wirklichkeit nicht heilsame Handlungen. Und darum werden sie heilsame Handlungen genannt.

Subhuti, behaupte nicht, der Tathagata hege die Vorstellung: ,Ich werde eine Belehrung geben’. Denke nicht in dieser Weise. Warum? Wenn jemand sagt, der Tathagata habe etwas zu lehren, so verleumdet diese Person den Buddha, denn sie versteht nicht, was ich sage. Subhuti, einen Dharma-Vortrag zu halten bedeutet in Wirklichkeit, dass kein Vortrag gehalten wird. Das ist wahrhaft ein Dharma-Vortrag.

 

 

Wir müssen alle Wesen zum Ufer des Erwachens führen, doch nachdem diese Wesen befreit sind, denken wir in Wirklichkeit nicht, dass auch nur ein einziges Wesen befreit ist.' Warum ist das so? Subhuti, wenn ein Bodhisattva noch in die Vorstellung von einem Selbst, einer Person, einem Lebewesen oder einer Lebensspanne verstrickt ist, dann ist diese Person kein echter Bodhisattva.

Subhuti, sage nicht, der Tathagata hege die Vorstellung: ,Ich will die Lebewesen zum Ufer der Befreiung bringen.’ Denke nicht in dieser Weise, Subhuti. Warum ? In Wirklichkeit gibt es für den Tathagata kein einziges Wesen, das zum anderen Ufer zu bringen wäre. Würde der Tathagata meinen, dass es ein solches Wesen gebe, so wäre er der Vorstellung von einem Selbst, einer Person, einem Lebewesen oder einer Lebensspanne verhaftet. Subhuti, das, was der Tathagata ein Selbst nennt, hat seinem Wesen nach kein Selbst in dem Sinne, in dem gewöhnliche Menschen denken, dass es ein Selbst gebe. Subhuti, für den Tathagata ist niemand ein gewöhnlicher Mensch. Und darum kann er sie gewöhnliche Menschen nennen.

Jemand, der den höchsten, vollkommen erwachten Geist in sich erweckt, behauptet nicht, dass alle Objekte des Geistes nichtexistent und vom Leben abgetrennt seien.

Die Bedeutung von Tathagata ist ,Der von nirgendwoher kommt und nirgendwohin geht.' Und darum wird er ein Tathagata genannt.

 

ZEN DOJO BERN
© by Zenposan Bendoji
Hochfeldstrasse 113
CH-3012 Bern

Telefon 0041 (0)31 302 06 92
Fax 0041 (0)31 301 97 64

e-mail info@sotozen.ch