ZENPOSAN BENDOJI
ZenDojo Bern
NEUES

Inhalt

Sesshin-Zazenkai

Shakuhachi

Nyoe-Kai

Samu

Zen und Aikido

Links

Wer im Zenposan Bendoji praktiziert und sei es auch nur ein einziges Mal, der nimmt für dieses eine Mal Zuflucht zu den drei Kostbarkeiten Buddha, Dharma und Sangha.

Zuflucht heisst wir nehmen für den Moment der Uebung Buddha als Lehrer, die Lehre und die Lernenden ungeachtet ihrer Herkunft an und erweisen Ihnen Respekt.

Alle die sagen, dass sie Zazen üben, nehmen im Moment der Uebung unweigerlich Zuflucht zu Buddha, Dharma und Sangha.  

Zen, Zazen ohne diese Zufluchtnahme ist kein Zen, kein Zazen.

Hogen Shuei

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

“Wohin soll er nur wandern, der ungebundene Fremde, unheilvoller Landstreicher, der seine Bambusflöte auf dem Weg und an den Straßenkreuzen spielt?”

Ikkyu 1394 Kyoto

 

 

 

 

 

 

Erhaben ist das Gewand der Befreiung / Formlos und doch Glück bringender Acker / Dankbar trage ich des Tathagathas Lehre / und gelobe alle lebenden Wesen allerorts zu erlösen.

Wenn ihr euch den Kopf schert und das Kesa tragt / Werden alle Buddhas euch beschützen / Jeder, der sein Zuhause verlässt / Wird von Göttern und Menschen beschenkt. (Kesa kudoku/ Dogen Zenji, 1240)

JAHRESPROGRAMM 2017 - SESSHIN

Btte meldet euch bis am Sonntag vor dem Zazenkai per e-mail oder sms an oder tragt euch im Dojo in das dort aufliegende Heft ein. Die Zazenkai oder Sesshin finden statt, wenn sich mindestens 2 Personen für die ganze Zeit anmelden.
 
Jeweils bis zum Dienstagabend vor dem Zazenkai oder Sesshin werden die Personen, die sich angemeldet haben, eine Nachricht erhalten, falls das Zazenkai oder Sesshin nicht stattfinden sollte.

Im Zweifelsfalle bitte telephonisch nachfragen. Die monatlichen Zazenkai werden laufend auf den aktuellen Stand gebracht.

 

2017

Januar

 

kein Zazenkai / Sesshin

Februar

Fr. 10.02. bis So. 12.02. Zazenkai

März

Fr. 10.03. bis So. 12.03. Zazenkai

April

Fr. 07.04. bis So. 09.04. Zazenkai

Mai

Fr. 05.05. bis So. 07.05. Zazenkai

Juni

Fr. 02.06. bis So. 04.06. Zazenkai

Juli

So. 30.07. bis Sa. 05.08. Ango Sesshin

August

Fr. 25.08. bis So. 27.08. O-bon Zazenkai

September

Fr. 22.09. bis So. 24.09. Zazenkai

Oktober

Fr. 27.10. bis So. 29.10. Zazenkai

November

kein Zazenkai / Sesshin

Dezember

So. 03.12. bis Sa. 09.12. Rohatsu-Sesshin

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vom 23.12. 2017 bis 31.01. 2018 ist das Bendoji geschlossen

 

Sofern es sich einrichten lässt, ist es am Besten, wenn man am ganzen Sesshin teilnimmt. Sehr gut ist auch, wenn man während dieser Zeit versucht, im Dojo zu schlafen. Ein Schlafsack ist mitzubringen. Es ist auch möglich, nur teilweise an diesem Sesshin teilzunehmen. Wir werden dieses Sesshin schweigend abhalten, mit möglichst wenig Blickkontakt.

Bitte teilt mit, wenn ihr am Sesshin teilnehmt, damit der Tenzo ungefähr weiß, wie viel er kochen muß.
Man kann sich im Dojo auf einer Liste eintragen oder ein e-mail schreiben an info@sotozen.ch. Telefonisch ist es möglich unter der Nummer 031 302 06 92

Die Teilnahme kostet 50.- SFr pro Tag.

 

Shakyamuni, Bodhidharma, Dogen und wie sie alle heissen verwirklichten den Weg. Ihr Erwachen macht uns im Zenposan Bendoji üben:

Kenbutsu < Shakyamuni Buddha sagte: "Alle Wesen, die die Tugend üben, die sanft, bescheiden und aufrichtig sind, werden meinen Körper sehen, so wie ich hier bin und den Dharma lehre." Was hier Tugend genannt wird bedeutet den Kräuselungen des Wassers zu folgen und den Wellen des Geistes nachzugehen. Alle die dies üben, werden Wesen genannt, die sanft, bescheiden und aufrichtig sind; ich bin so und ihr seid ebenso. Sie haben Buddha mitten im Schlamm des Alltags und in den Wellen des Geistes gesehen und bekunden das er hier ist und den Dharma lehrt.......Ihr solltet nicht denken, das Buddha-Auge in euch könne sich nicht öffnen und klar werden, wenn ihr selbst redet und handelt. Vielmehr werdet ihr durch eure eigenen Worte der Verwandlung selbst verwandelt, und ihr könnt euch dann von der Vorstellung befreien, dass ihr euch in Buddhas und Vorfahren verwandelt. Dies ist der Alltag der Buddhas und Vorfahren im Dharma.(Dogen Zenji, 1243)>

Shunju <Die Aussage, dass der Mönch sich mit der Kälte töten soll, wenn es kalt ist, und er sich mit der Hitze töten soll, wenn es heiss ist, beschreibt die Wirklichkeit genau in dem Augenblick, wenn die Kälte und Hitze konkret sind. ...... Die Kälte ist durch und durch Kälte und die Hitze durch und durch Hitze. Selbst wenn es euch gelingt, sehr viele Methoden zu erfinden, und die Kälte und Hitze zu vermeiden, ist dies nichts anderes, als ob ihr ohne Sinn und Zweck aus dem Kopf einen Schwanz macht. Deshalb ist die Kälte nichts anderes als das kraftvolle Auge unserer Vorfahren, und die Hitze nichts anderes als die heisse Haut und das Heisse Fleisch meines Meisters. ........Genau betrachtet, gibt es an diesem Ort hier keine Hitze und Kälte. / Der tiefe blaue Ozean ist bis zum letzten Tropfen ausgetrocknet. / Ich sage euch, dass ihr eine grosse Schildkröte greifen könnt, / - wenn ihr euch nur ein wenig herunter beugt! / Es ist lächerlich, im Sand angeln zu wollen. (Dogen Zenji, >

Genjokoan  <„Hätte sich aber ein Fisch vorgenommen, zuerst über die Grenzen des Wassers hinauszugelangen und dann ins Wasser zu gehen, und ein Vogel erst dann in den Himmel zu fliegen, wenn er über die Grenzen des Himmels hinausgelangt wäre, dann könnten der Fisch und der Vogel niemals ihren Weg und ihren Ort im Wasser oder im Himmel finden. Wenn wir diesen Ort finden verwirklicht diese Handlung in natürlicher Folge das ganze Universum, und wenn wir diesen Weg finden, ist diese Handlung folgerichtig die Verwirklichung des ganzen Universums. Dieser Weg und dieser Ort sind weder groß noch klein, weder wir selbst noch die Welt um uns. Der Weg und der Ort sind so gegenwärtig, wie sie sind, weil sie weder vorher da waren noch jetzt erscheinen (Dogen Zenji, 1233).>

SHAKUHACHI

<Gegenwärtig schlagen wir das Holzbrett in der Mönchshalle und der Ton schwingt bis in die Wolken hinein. Jetzt blasen wir die Bambusflöte in der Buddhahalle und ihr Klang tönt bis in den Grund des Baches.

Tendo Nyojo stimmt das Lied von der Pflaumenblüte an:"Gautama verliert seine Augen / Nur ein Zweig Pflaumenblüten im Schnee / Jetzt sind alle Orte beschwerlich und voller Dornen / Und doch lachen die tanzenden Blüten im Frühlingswind".> (Dogen Zenji - Shobogenzo - Udonge)

Der Unterricht findet bei Ueli Derendinger im Zenposan Bendoji statt.

Die Termine der nächsten Stunden werden während des laufenden Unterrichts abgesprochen.

Shakuhachi Gesellschaft Schweiz - chikuyusha

 

NYOE - KAI

Kesa kudoku <Es gibt folgende zehn Arten von weggeworfenen Stoffen: 1. von Ochsen gekaute, 2 von Ratten angenagte, 3. durch Feuer angesengte, 4. durch Menstruation beschmutzte, 5. im Kindbett verunreinigte, 6. einem Schrein geopferte, 7. auf dem Friedhof hinterlassene, 8. den Göttern im Gebet dargebrachte, 9. von königlichen Offizieren weggeworfene alte Uniformen und 10. von einem Begräbnis zurückgebrachte Stoffe. Dies sind die Zehn Arten von Weggeworfenen Stoffen, derer sich die Menschen entledigen; für die Gesellschaft haben sie keinen Nutzen mehr. Aber wir heben sie auf und machen sie zu einem reinen Stoff für das Kesa (Dogen Zenji,1240).

Wir beginnen neu oder fahren weiter mit: Rakusu, Kesa oder Zagu. Bitte sammelt und färbt die Stoffe selbst und bringt sie mit!

 

 

SAMU

Samu sind alle Haus-, Feld- Büro- und Unterhaltsarbeiten. Putzen, Gemüse pflanzen, jäten wischen, Kleider ausbessern, Arbeitskleider nähen Schreibarbeiten erledigen schreinern, streichen. Samu ist auch eine Form von Fuse.

 

 

Buddha erkannte, dass in Abhängigkeit von Gewohnheit Selbstsucht entsteht. Die Sucht nach einem eigenständigen, autarken, individuellem Selbst. In Abhängigkeit von dieser Selbstsucht entsteht Fürsorge/Selbstverteidigung. In Abhängigkeit davon wiederum Streit, Hass, Krieg und Verleumdung.

In Abhängigkeit von Liebem  entsteht Streit, sagte Shakyamuni Buddha. Was lieben wir anderes als unsere Gewohnheit?

Jeder, der den Weg Buddhas verwirklichen will hat in die Hauslosigkeit zu ziehen - das Gewohnte zu verlassen.

Ueshiba Morihei, Begründer des Aikido

Beginnt jemand der Kampf-kunst übt, auch den Weg Buddhas, den achtfachen Pfad zu beschreiten, wird er nicht darum herum kommen zu geloben, alle Wesen soviele es auch sein mögen zu erlösen. Letztlich ist ein Kampfkünstler, der versucht einen anderen Weg zu gehen als den achtfachen Pfad nichts anderes als ein Mörder.

Er gelobt weiter alle Illusionen zu überwinden soviele es sein mögen. Diese sind nichts anderes als unsere Ge-Wohnheiten. Was lieben wir anderes als unsere Gewohnheiten? Was hassen wir anderes als das Ungewohnte?

Er wird auch geloben jedes Tor zum Dharma, zur Wahrheit zu durch-schreiten, soviele es auch sein mögen. Hier und jetzt ist das Tor, das es zu durchschreiten gilt. Leben ist gut, sterben ist gut. Nur wenn wir sterben leben wir. Das Nirvana ist innerhalb von Geburt und Tod - immer nur hier und jetzt, mitten im Kampf. Seht! Seht!

Er wird auch geloben, dass er diesen Weg zu ende geht so anfangs- und endlos, so mühsam und beschwerlich er auch ist und sein wird. Krähen krächzen - fliegen, flattern. Kein Ort sich niederzulassen.Nirgendwo wohnen oder bleiben - einzig den Geist, das Herz erwachen lassen! Die Töchter und Söhne Buddhas haben keinen Ort wo sie Ihr Haupt hinlegen könnten, keine Vaterbrust und keinen Mutterschoss!

Om gyatei gyatei hara gyatei, hara so gyatei boji sowaka!

 

Links

Orte der Praxis :

Daihonzan Eiheiji

Daihonzan Sojiji

Daimanji

 

 

 

ZEN UND KAMPFKUNST (Aikido)

Shakyamuni Buddha wurde in die Kriegerkaste geboren. Warum übte er die Kampfkunst nicht aus? Was liess die Shaolin-Meister und Mönche der Zen Tradition die Kampfkunst als Teil ihres religiösen Trainings ausüben? Ein Widerspruch?

Viele sprechen vom Lebenskampf.

Unsere ganze Existenz scheint durchdrungen von diesem Lebenskampf. Unser Körper verfügt über ein Immunsystem. Dieses hat die Aufgabe uns möglichst alle Krankheiten vom Hals zu halten. Nur ein funktionierendes Immunsystem ermöglicht unsere Existenz. So verstehen wir das Leben als Kampf gegen das Sterben. Das Geborene kämpft gegen den Tod.

Das Selbst kämpft gegen die Anderen. Das Selbst, "mein Leben" kämpft gegen die Anderen, "mein Tod". L'enfer sont les autres!

Kampfkunst ist Lebenskunst.

Viele sehen sie als eine Kunst das Sterben zu vermeiden und den Tod zu verhindern. Oft waren die grossen Meister der Kampfkünste auch Aerzte. Was von einem Kampfkunstmeister erwartet wird, erwartet man auch von einem Arzt. Er soll das Sterben und den Tod verhindern oder zumindest beides hinauszögern. Die Kampfkunst und die Kunst des Heilens sind normalerweise so ausgerichtet. Buddha selbst wurde oft als Arzt bezeichnet. Was ist also von ihm zu erwarten?

Als Buddha realisierte, das Geburt, Alter, Krankheit und Tod auch ihn betrafen, war er erschüttert. Gängige Mittel der Kampf- und Heilkunst schienen zu versagen. Ein Ringen (Kampf) und suchen nach einer Lösung, der Erlösung trieben ihn an. Ein Kampf mit sich selbst.

In diesem Ringen traf er auf Mara den Dia-bolos des Buddhismus, auf "jenen, der das Leben stiehlt". Er erkannte Mara als die Reflexion seines eigenen unterscheidenden Geistes, seines eigenen von Zuneigung und Abneigung geprägten Wesens. Wer den Weg verwirklichen will hat immer die Herausforderung Maras anzunehmen, hat immer dem Mörder, dem Dieb, dem Lügner, dem Don Juan zu begegnen.

Buddha lehrte: 1. Stehle nicht! 2. Töte nicht! 3. Lüge nicht! 4. Verkehre nicht in unangemessener Weise sexuell! 5.Handle nicht mit Rauschmitteln! 6.Sprich nicht über die Fehler anderer! 7. Sei nicht zu stolz andere zu loben! 8.Giere nicht nach dem Dharma (Lehre) und nach den Dingen (dharma)! 9.Zeige deinen Aerger nicht! 10. verleumde die drei Kostbarkeiten (Buddha, Dharma und Sangha) nicht!

Diese 10 Regeln sind Ausdruck von Buddhas bewegungslosem Geist. Der bewegungslose Geist verweilt nirgendwo. Der nirgendwo verweilende Geist verweilt nicht bei sich Selbst noch bei den Anderen, er ist der Geist der Hauslosigkeit. nichts ist ihm fremd. Er ist der ent - fremdete Geist. Er kommt nicht, er bleibt nicht, er geht nicht.

Nirgends ist ein Gegeneinander zu erkennen. Die Buddhas der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft erscheinen immer mit der ganzen Kraft von Geburt und Tod von Leben und Sterben. Indem Sie Geburt und Tod, Liebe und Hass, Zuneigung und Abneigung, Ruhm und Schande, Gewinnen und Verlieren annehmen, gehen Sie über Geburt und Tod, Zuneigung und Abneigung, etc. hinaus und schmecken so wunschloses Glück.

Ryokan schrieb: "Wenn du stirbst ist es gut zu sterben. / Wenn du Ueblem begegnest ist es gut Ueblem zu begegnen. Dies ist die wunderbare Art und Weise dem Sterben und dem Ueblen zu entkommen und Nirvana zu verwirklichen."

Es gibt keinen Grund Geburt und Tod, Leben und Sterben zu hassen und nach dem Nirvana zu verlangen.

(Hogen Shuei/ 28.1.2007)

Links

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Buddhistische Texte und Informationen :

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Pali Kanon

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